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Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Gottlieb Fichte, August Ferdinand Möbius, Leopold von Ranke, Richard Lepsius, Friedrich Nietzsche, Hans am Ende. Sie alle waren Schüler der Landesschule Pforta in Sachsen-Anhalt, die auf eine über 450-jährige Tradition zurückblicken kann. Das Internat bietet für ca. 300 Jugendliche aus ganz Deutschland »Platz zum Leben und Lernen«. Grundlage ist ein humanistisches Bildungsideal und der Grundgedanke, allen Kindern, unabhängig von ihrem sozialen Stande, zu einer höheren Bildung zu verhelfen.

Zahlreiche Förderinnen und Förderer und vor allem ehemalige Schülerinnen und Schüler der Landesschule haben sich im Pförtner Bund e. V. zusammengeschlossen, um die Landesschule materiell und ideell zu unterstützen. Dieses Engagement zeigt sich in zahlreichen Projekten, bin hin zur Erhaltung wertvoller Bauwerke in der Region. Ebenfalls unterstützend wirkt die Stiftung Schulpforta, die gleichzeitig mit der Schule 1543 gegründet wurde.

Seit wenigen Tagen ist nun die neue Website des Pförtner Bund e. V. online. Das verwendete Template (von engl. Vorlage/Schablone) entstand zunächst als Vorlage für die Landesschule:

»Die Stiftung Schulpforta, ebenfalls Fördereinrichtung für die Landesschule, folgt voraussichtlich im Frühjahr 2014. Damit wird das enge Zusammenwirken aller drei Einrichtung auch in der virtuellen Welt deutlich.« schreibt die Landesschule über ihre Facebook-Seite.

Das Design greift das ursprüngliche Layout der Schule auf, sodass gewohnte Wege nicht neu gelernt werden müssen. Insgesamt wirkt der Auftritt größer, klarer und reduzierter als zuvor. Das Orange der 90er ist verschwunden und wurde durch die traditionellen Farben Schwarz/Weiß und Lila ersetzt, die noch aus der preußischen Zeit stammen. Lila steht unter anderem für Würde, Besinnung, Wunder, Mysterium, Metaphysik, Geistlichkeit oder Glauben. Hinzugekommen ist ein Grauton als Hintergrund, der sich an der Steinfassade orientiert. Als Zusatzelement taucht das Pfortenser Grisaille-Fenster dezent im oberen und unteren Bereich der Website auf. Sie ist als einzige vollständige Fensterrose aus der Zeit der Zisterzienser (13. Jh.) geblieben. Im Mai diesen Jahres wurde sie vollständig restauriert der Öffentlichkeit präsentiert.

Einen eigenen Charakter bekommt das Template vor allem durch seine Webfont. Als relativ neue Technik ersetzt sie die bisherige Standardschriften wie Arial oder Times und ermöglicht den Einsatz anderer Schriftfamilien. Für Pforta kommen Meta Web Pro für den Text und Meta Serif Web Pro für das Menü zum Einsatz und sorgen für ein zusammenhängendes Schriftbild.

Die Umsetzung der Website für den Verein übernahm WebEsprit aus Erfurt und die meisten Fotos stammen von PHOTO-TEMPEL.