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Aus dunkel wird hell, aus klein wird groß, aus friedemann-ohse.de wird Ohse Design. Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe. Das gilt auch für die Selbstvermarktung der meisten Designer. Wir sind chronisch unzufrieden und es ist nicht leicht für uns, einen Punkt zu finden. Das neue Corporate Design hat etwa drei Monate gedauert. Geblieben sind neben der Vita höchstens meine Corporate Font. Warum eine so gravierende Veränderung?

Corporate Design als Teil der Identität transportiert ihren Kern. Ändert sich also die Identität, z.B. weil sich das Sortiment grundlegend ändert, so kann sich dies auch im Design bemerkbar machen.


Was hat sich bei meiner Arbeit geändert?

Grundsätzlich war mein erstes Konzept zu online-lastig. Die Idee war nicht falsch und eine Website als Name zeitgemäß. Print ist aber nicht tot. Im Gegenteil: die klassische Gestaltungsweise wird mehr und mehr in das Internet übertragen. Die Grenzen verwischen. Was bleibt ist das Design, die Funktionalität, der Nutzen. Die Formate werden immer flexibler. So ist diese Website mit fast allen Geräten aufrufbar, ob auf 27″ Display oder iPhone. Statt starren Gestaltungsrastern und diktatorischen Corporate Design Richtlinien, geben dynamische Lösungen einem Inhalt die angemessene Flexibilität und Möglichkeit zur Improvisation. Spontan auf Einflüsse zu reagieren, das ist der Geist unserer Zeit und lange überfällig. Auch Social Media treibt diese Entwicklung voran.

2010 begann die Arbeit an meinem ersten Corporate Design Auftrag. Wer mich kennt, der weiß außerdem, dass Werbung immer ein spannendes Feld für mich war/ist. 2011 entschied ich mich dennoch für Design und meine Selbstständigkeit. Nach dieser Entscheidung und über ein Jahr Arbeit, positioniere ich mich jetzt neu, authentisch und persönlich. Deshalb auch das Konterfei im Logo. Die Marke bin ich, ganz nach den Idealen der Aufklärung und des Humanismus. Vielleicht war auch Karl Lagerfeld Vorbild für diese Entscheidung. Wenn nicht, ist das zukünftige Gesamtbild in jedem Fall aufgeräumter, ganzheitlicher, schlichter, funktionaler und zeitloser.

Viele kennen mein Porträtfoto (2011 von Paul Kruth geschossen). Passend zum Relaunch hat Christoph Kadur nun seine Hände mit der neuen Corporate Color gefüllt und eine wunderbare Interpretation illustriert (siehe oben).

Wichtiger als mein Kopf und deutlich in den Fokus gerückt sind meine Arbeiten. Für das Portfolio habe ich zum Relaunch fünf Designs aufbereitet. Weitere werden folgen.

  1. Felix

    Sehr schön das ganze… viel Erfolg weiterhin!

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  2. Susanne

    Zielstrebig ,Kreativ, Erfüllt seine Arbeit sehr genau und nur weiter zu empfehlen !

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